Ich bin ziemlich schnell nach der Geburt unseres Kindes in eine Falle getappt – ich habe alles an mich gerissen, weil ich dachte als Mutter könnte ich es besser.
Das hat jede Gleichberechtigung im Keim erstickt.
Und wenn man mal vom Stillen absieht, ist es auch kompletter Quatsch. Väter können Wickeln, Trösten, Tränen trocknen, Kuscheln, Aufräumen, Einkaufen, Ausflüge planen…
Mütter können es nicht automatisch besser – sie fühlen sich wahrscheinlich bloß eher dafür verantwortlich, weil es so von ihnen erwartet wird und sie es auch selbst von sich erwarten. Und mit jeder gewechselten Windel, kommt mehr Übung und mehr Routine in die Sache, denn am Ende geht’s dabei um nichts anderes.
Und ja, wenn Väter anfangen bisher „unbekannte“ Aufgaben zu übernehmen, kann es holprig sein und das Bedürfnis, es einfach selbst zu machen, drängt – aber auch Väter brauchen Übung.
Und wenn ich ehrlich bin, sind die ersten von mir gewechselten Windeln auch durchaus mal mittelschwere Katastrophen gewesen 🫠🤣
Die Erkenntnis kam spät aber mit voller Kraft: Ich bin genauso lange Mutter wie auch mein Mann Vater ist. Warum sollte ich es also besser können?



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